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Bei einer EME-Verbindung wird der Mond als Reflektor benutzt.

Die Funkwellen von der Erde direkt zum Mond gesendet. Dazu wird die Ultrakurzwelle verwendet. Der Mond wirkt dann wie ein Spiegel, der die Wellen wieder zur Erde zurückschickt. Allerdings ist der Mond eher wie ein beschlagener Spiegel. Daher braucht es grössere Sendeleistungen und Hochleistungsantennen. Für Erde-Mond-Erde Verbindungen ist es sehr wichtig Antennen zu verwenden, die exakt auf den Mond fokussiert sind.

Nur ein winziger Teil der Leistung wird von der Mondoberfläche reflektiert, der Rest der Leistung geht durch Streuung oder sonstige Verluste verloren. VHF- und UHF- Frequenzen (UKW) erlauben normalerweise nur quasioptische Verbindungen also bis kurz hinter den Horizont. Werden die Antennen jedoch auf den Mond gerichtet, so werden die Signale dort gestreut, und ein kleiner (ein ziemlich kleiner, man könnte sagen, ein winzigster) Teil wird zur Erde zurück reflektiert und kann dort mit knapp 3sec Verzögerung empfangen werden. Offensichtlich ist es dafür egal, wie weit die Stationen, die auf der Erde miteinander über den Mond Verbindung haben, voneinander entfernt sind, solange sie nur den Mond sehen können. Für EME-Verbindungen ist wichtig, daß die Antenne möglichst gut auf den Mond fokussiert wird, daß die Dämpfung entlang der Strecke möglichst gering ist, und daß das Reflexionsvermögen der Mondoberfläche möglichst groß ist. Erstere Forderung bevorzugt sehr kurze Wellenlängen, letztere eher längere - EME findet hauptsächlich auf 2m, 70cm und 23cm statt. Dämpfend auf den Uebertragungsweg der Signale sind z. Bsp. das Wasser in der Luft, Wolken z. Bsp. Auch elektrisch leitender Staub kann dämpfend wirken.

 

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Beispiel eines Parabolspiegels einer Funkamateuranlage